Intuitives Wissen steht in einem gewissen Gegensatz zu explizitem – also “rational” gelerntem – Wissen. So sah es zumindest bisher die Wissenschaft – doch in neuesten Studien wurde bewiesen, dass Intuition
eine der wichtigsten Quellen von neuer Erkenntnis ist. Denn: rationales Wissen speist sich aus bereits vorher Bekanntem, das nur verknüpft und ausgebaut wird. Nur Intuition eröffnet wirklich Neues.
Schon das
Neugeborene kommt mit einer Grundausstattung an Wissen und Intuition auf die Welt (z.B. über physikalische Phänomene wie die Schwerkraft, drei Monate alte Kinder wissen, dass Gegenstände nach UNTEN fallen müssen…).
Intuition ist kondensierte Lebenserfahrung – und lässt sich von uns allen täglich verbessern. Dazu ist jedoch eine intensive Wahrnehmungsschulung erforderlich und eine entspannte, für alle Sinneseindrücke offene
Grundhaltung.
Beide Voraussetzungen sind nur an Orten und unter Umständen gegeben, die Entspannung, Wohlbefinden und individuelles Sicherheitsgefühl gewährleisten. Dies gilt es zu beachten, wenn wir unsere –
angeborene und alltäglich wachsende – Fähigkeit der Intuition fördern wollen. Eine sensible Wahrnehmung und verfeinerte Intuition ist ein unschätzbares Geschenk und eine hoch wirksame Fertigkeit, die die
ursprünglichsten Hebammen-Künste berührt und echte GeburtsHILFE erst ermöglicht.
Was bleibt am Ende von drei Jahren Hebammenausbildung von intuitiven Fähigkeiten noch übrig, wo in dieser Zeit meist nur das rationale
Lernen, “Einstudieren” von standardisierten Griffen und Handlungsschemata und eine risiko- und defizit-orientierte Wahrnehmung von Schwangerschaft und Geburt gefördert wurden?
Wir wollen da ansetzen, was
Intuition erst möglich macht: Selbstvertrauen, Sich-Zeit-Lassen, sinnliche Wahrnehmung und Wertschätzung eigener Erfahrungen als Hebamme, - sowie Vertrauen in die grundlegende Kompetenz der betreuten Frauen.
BITTE EINEN MITTELLANGEN SCHAL ODER HALSTUCH MITBRINGEN!!!!